Ein Landkreis im Postwachstum? Wie eine Wirtschaft der Nachhaltigkeit denkbar ist Wir können nicht weiter wachsen! Diese fordernde Feststellung formulierte der Club of Rome in den 70er Jahren, sie hat sich aber noch immer nicht durchgesetzt gegen die Behauptung, nur mit Wirtschaftswachstum könnte unsere Wirtschaft gesund bleiben, könnten wir unsere Arbeitsplätze erhalten, könnte unser Wohlstand erhalten werden. Wo stecken die Grenzen des Wachstums? Innovative Technik kann letztendlich die Schäden an der Umwelt nicht entscheidend verringern. Stets sind neue Ressourcen und Energien nötig, führen sparsamere Technologien zu stärkerer Nutzung, entstehen sogenannte 'Rebound-Effekte'. Oft sind die benötigten Ressourcen versteckt - in ökologischen Systemen oder entfernten Weltregionen. Eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs eines Deutschen von derzeit etwa 11t CO2/Jahr auf etwa 2,7t ist so nie zu erreichen, würde aber der verbleibenden Kapazität der Erde entsprechen, wenn das Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden soll. Unser Gehirn verträgt nicht immer mehr Produkte, Angebote, Aktivitäten, auch wenn die Wirtschaft uns das einreden möchte. Die Fülle an Offerten für Freizeit, elektronische und digitale Unterhaltung, Apps, Konsumgütern überfordert unser Denken und Fühlen. Noch nie sind so viele Psychopharmaka verordnet, so viele Burnouts diagnostiziert, so viele Konzentrationsstörungen diagnostiziert worden wie in den Jahren nach 2000, als ein bislang ungeahnter und breiter Wohlstand zusammen mit der digitalen Revolution unsere Gesellschaft beglückt hat. Neurobiologie und Psychologie wissen, dass dieses 'Zuviel' dem Gehirn schadet, weiß um die Schwelle an materiellem Wohlstand (ein Verdienst im unteren Mittelstand!), ab dem Glück und Zufriedenheit nicht mehr gesteigert sondern gefährdet werden. Wachstum in den hochentwickelten Industrieregionen schafft nicht automatisch gerechte Verteilung in der Welt. Die sozialen Unterschiede sind wichtiges Hemmnis für ein international nachhaltiges Wirtschaften. Das Wachstum der letzten Jahre hat Ungleichheiten aber steigen lassen, andere Verteilung und gleichzeitig Genügsamkeits-Strategien der reichen Volkswirtschaften sind Erfolg versprechender. Die Erschöpfbarkeit von Rohstoffen betrifft nicht nur das Erdöl. Seltene Erden, Metalle und viele andere Ressourcen, aus denen die Produkte unseres Wohlstandes bestehen sehen einem 'Peak' entgegen. Ihre Förderung zerstört zudem unwiederbringlich weitere ökologische Ressourcen. Die Produktion von immer mehr kann also nicht funktionieren. Wie kann ein Leben ohne Wachstum gelingen? Entrümpelung und Entschleunigung. Viele Produkte und Konsumangebote machen nicht glücklicher, sondern beschweren unser Leben. Sie nehmen Zeit für wirklich Aktivitäten, die wirklich gesund und zufrieden machen wie Begegnungen, Basteln, Naturnähe oder schlicht Muße. Wir sollten nicht mehr so viele Offerten der Industrie in unsere Lebenszeit packen wollen wie möglich, um frei für unsere wirkliche Bestimmung zu werden. Selbstversorgung mit Fremdversorgung ausbalancieren. Wir arbeiten für einen Arbeitgeber, um Geld für ein Leben zu erhalten, das wir von einer Freizeit- und Konsumindustrie gestalten lassen. Wo es möglich ist, sollten wir wieder Zeit und Mühe nutzen, um Produkte zu reparieren, zu tauschen, anders zu verwenden, Lebensmittel - vielleicht mit anderen - anzubauen, unsere Lebensumwelt aktiv zu gestalten - auch außerhalb der Erwerbstätigkeit. So erfahren wir Bezug zu den Dingen, Selbstwirksamkeit, Begegnung mit unseren Mitmenschen. Das schafft das wichtigste Gefühl für Glück und Gesundheit: eingebettet sein, Heimat haben. Regionale Kreisläufe stärken. Wo es ohne die globalen Systeme geht, können regionale Herstellungs- oder Organisationsnetze Menschen in Beziehung zueinander bringen. Sie können sie in Beziehung zu den Produkten der Kreisläufe bringen und damit Sinn stiften, sie können die ökologischen Kosten überschaubar halten. Solche Kreisläufe sind krisensicherer und haben einen neiderigen ökologischen Fußabdruck. Regionalwährungen können sie schützen und stützen. Lange Haltbarkeit und gute Reparaturfähigkeit von Produkten reduziert die nötigen Produkte und Ressourcen enorm. Außerdem schafft die Möglichkeit zur Reparatur und zum geteilten Nutzen sinnvolle Erwerbstätigkeit Perspektiven für das globale Finanzsystem Immer währendes, unbegrenztes Wachstum ist eine Vorstellung, die selbst Kinder widerlegen können: biologische Systeme, die diesem Prinzip folgen, bringen ihren Wirt um. Apologeten des Wachstums schelten ihre Kritiker als elitäre Akademiker und halten den freien Markt und die Möglichkeiten des technischen Fortschritts für fähig beständig Wachstumsraten um 4% zu generieren. Das Wirtschaftswachstum ist erst seit etwa 150 Jahren möglich, in großem MAße erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist kein Naturgesetz, nicht einmal ein Wirtschaftsgesetz. Um den Lebensstandard eines Europäers allen Menschen zuteil werden zu lassen, bräuchten wir drei Erden, unsere Lebensweise hat bereits Grenzen überschritten. Klar ist zumindest, dass die stabile Wachstumsziele Unsinn sind. Ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent bedeutet heute ein Vielfaches an quantitativer Zunahme im Vergleich zu etwa den 70er Jahren. Stabil hohe Wachstumsraten zur politischen Maßgabe zu machen, ist daher nicht angemessen. Im Grunde ist das Wirtschaftswachstum die Bezahlung der Finanzindustrie für ihre Mittlerrolle bei der Kredit- und Investitionsverteilung. Schulden und Zinsen befeuern Wachstumsnotwendigkeit in einer Art Teufelskreis. So ist nachvollziehbar, Gelder für Nachhaltigkeit außerhalb der herkömmlichen Finanzwelt oder mithilfe etwa von Transaktionssteuern zu beschaffen. So kann qualitatives und ausgleichendes Wachstum ohne quantitatives pekuniäres Wachstums erreicht werden. Die Strategien des Global Marshall Plan, eines Green New Deal sowie Konzepte von Parallel-Währungen und ausgelagerte Finanzierungsquellen haben Potenzial, nachhaltig Regionen der Welt sozial und ökologisch zu entwickeln. Eine Vernetzung des Landkreises mit dem Global Marshall Plan scheint sinnvoll als Verbindung zwischen 'bottom' und 'top'. Auch das Prinzip der regionalen Kreisläufe erscheint als Ausweg aus der Wachstumsfalle. Lokale Währungen für regionale Produkte, regionale Wirtschaftskreisläufe, Genossenschaftsstrukturen können ohne Finanzindustrie auskommen und Wachstum qualitätiv möglich zu machen. Lokale Energie- und Lebensmittelproduktion ist Grundlage einer Post-Wachstums-Gesellschaft. Genossenschaftlich lokale Investitionen bieten Bürgern in Niedrigzins-Zeiten sinnvolle Anlagemöglichkeiten, die Identität und Sinnhaftigkeit vermitteln. Auch Gemeinschaftseigentum-Almende ist eine Quelle für nachhaltiges Wirtschaften, das den egoistischen Nutzung und dessen Mehrung zurückdrängt. Qualitatives Wachstum kann auch heißen, bessere Lebensmittel zu produzieren, haltbarere Geräte, mehr Glück im Alltag, mehr Gesundheit könnten auch Wachstum bedeuten. Ich beziehe mich insbesondere auf den Postwachstumsökonom Prof. Dr. Niko Paech, den Psychiater und Ökonom Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber und die Ökonomen Prof.es Skidelsky.

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Ein Landkreis im Postwachstum? Wie eine Wirtschaft der Nachhaltigkeit denkbar ist Wir können nicht weiter wachsen! Diese fordernde Feststellung formulierte der Club of Rome in den 70er Jahren, sie hat sich aber noch immer nicht durchgesetzt gegen die Behauptung, nur mit Wirtschaftswachstum könnte unsere Wirtschaft gesund bleiben, könnten wir unsere Arbeitsplätze erhalten, könnte unser Wohlstand erhalten werden. Wo stecken die Grenzen des Wachstums? Innovative Technik kann letztendlich die Schäden an der Umwelt nicht entscheidend verringern. Stets sind neue Ressourcen und Energien nötig, führen sparsamere Technologien zu stärkerer Nutzung, entstehen sogenannte 'Rebound-Effekte'. Oft sind die benötigten Ressourcen versteckt - in ökologischen Systemen oder entfernten Weltregionen. Eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs eines Deutschen von derzeit etwa 11t CO2/Jahr auf etwa 2,7t ist so nie zu erreichen, würde aber der verbleibenden Kapazität der Erde entsprechen, wenn das Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden soll. Unser Gehirn verträgt nicht immer mehr Produkte, Angebote, Aktivitäten, auch wenn die Wirtschaft uns das einreden möchte. Die Fülle an Offerten für Freizeit, elektronische und digitale Unterhaltung, Apps, Konsumgütern überfordert unser Denken und Fühlen. Noch nie sind so viele Psychopharmaka verordnet, so viele Burnouts diagnostiziert, so viele Konzentrationsstörungen diagnostiziert worden wie in den Jahren nach 2000, als ein bislang ungeahnter und breiter Wohlstand zusammen mit der digitalen Revolution unsere Gesellschaft beglückt hat. Neurobiologie und Psychologie wissen, dass dieses 'Zuviel' dem Gehirn schadet, weiß um die Schwelle an materiellem Wohlstand (ein Verdienst im unteren Mittelstand!), ab dem Glück und Zufriedenheit nicht mehr gesteigert sondern gefährdet werden. Wachstum in den hochentwickelten Industrieregionen schafft nicht automatisch gerechte Verteilung in der Welt. Die sozialen Unterschiede sind wichtiges Hemmnis für ein international nachhaltiges Wirtschaften. Das Wachstum der letzten Jahre hat Ungleichheiten aber steigen lassen, andere Verteilung und gleichzeitig Genügsamkeits-Strategien der reichen Volkswirtschaften sind Erfolg versprechender. Die Erschöpfbarkeit von Rohstoffen betrifft nicht nur das Erdöl. Seltene Erden, Metalle und viele andere Ressourcen, aus denen die Produkte unseres Wohlstandes bestehen sehen einem 'Peak' entgegen. Ihre Förderung zerstört zudem unwiederbringlich weitere ökologische Ressourcen. Die Produktion von immer mehr kann also nicht funktionieren. Wie kann ein Leben ohne Wachstum gelingen? Entrümpelung und Entschleunigung. Viele Produkte und Konsumangebote machen nicht glücklicher, sondern beschweren unser Leben. Sie nehmen Zeit für wirklich Aktivitäten, die wirklich gesund und zufrieden machen wie Begegnungen, Basteln, Naturnähe oder schlicht Muße. Wir sollten nicht mehr so viele Offerten der Industrie in unsere Lebenszeit packen wollen wie möglich, um frei für unsere wirkliche Bestimmung zu werden. Selbstversorgung mit Fremdversorgung ausbalancieren. Wir arbeiten für einen Arbeitgeber, um Geld für ein Leben zu erhalten, das wir von einer Freizeit- und Konsumindustrie gestalten lassen. Wo es möglich ist, sollten wir wieder Zeit und Mühe nutzen, um Produkte zu reparieren, zu tauschen, anders zu verwenden, Lebensmittel - vielleicht mit anderen - anzubauen, unsere Lebensumwelt aktiv zu gestalten - auch außerhalb der Erwerbstätigkeit. So erfahren wir Bezug zu den Dingen, Selbstwirksamkeit, Begegnung mit unseren Mitmenschen. Das schafft das wichtigste Gefühl für Glück und Gesundheit: eingebettet sein, Heimat haben. Regionale Kreisläufe stärken. Wo es ohne die globalen Systeme geht, können regionale Herstellungs- oder Organisationsnetze Menschen in Beziehung zueinander bringen. Sie können sie in Beziehung zu den Produkten der Kreisläufe bringen und damit Sinn stiften, sie können die ökologischen Kosten überschaubar halten. Solche Kreisläufe sind krisensicherer und haben einen neiderigen ökologischen Fußabdruck. Regionalwährungen können sie schützen und stützen. Lange Haltbarkeit und gute Reparaturfähigkeit von Produkten reduziert die nötigen Produkte und Ressourcen enorm. Außerdem schafft die Möglichkeit zur Reparatur und zum geteilten Nutzen sinnvolle Erwerbstätigkeit Perspektiven für das globale Finanzsystem Immer währendes, unbegrenztes Wachstum ist eine Vorstellung, die selbst Kinder widerlegen können: biologische Systeme, die diesem Prinzip folgen, bringen ihren Wirt um. Apologeten des Wachstums schelten ihre Kritiker als elitäre Akademiker und halten den freien Markt und die Möglichkeiten des technischen Fortschritts für fähig beständig Wachstumsraten um 4% zu generieren. Das Wirtschaftswachstum ist erst seit etwa 150 Jahren möglich, in großem MAße erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist kein Naturgesetz, nicht einmal ein Wirtschaftsgesetz. Um den Lebensstandard eines Europäers allen Menschen zuteil werden zu lassen, bräuchten wir drei Erden, unsere Lebensweise hat bereits Grenzen überschritten. Klar ist zumindest, dass die stabile Wachstumsziele Unsinn sind. Ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent bedeutet heute ein Vielfaches an quantitativer Zunahme im Vergleich zu etwa den 70er Jahren. Stabil hohe Wachstumsraten zur politischen Maßgabe zu machen, ist daher nicht angemessen. Im Grunde ist das Wirtschaftswachstum die Bezahlung der Finanzindustrie für ihre Mittlerrolle bei der Kredit- und Investitionsverteilung. Schulden und Zinsen befeuern Wachstumsnotwendigkeit in einer Art Teufelskreis. So ist nachvollziehbar, Gelder für Nachhaltigkeit außerhalb der herkömmlichen Finanzwelt oder mithilfe etwa von Transaktionssteuern zu beschaffen. So kann qualitatives und ausgleichendes Wachstum ohne quantitatives pekuniäres Wachstums erreicht werden. Die Strategien des Global Marshall Plan, eines Green New Deal sowie Konzepte von Parallel-Währungen und ausgelagerte Finanzierungsquellen haben Potenzial, nachhaltig Regionen der Welt sozial und ökologisch zu entwickeln. Eine Vernetzung des Landkreises mit dem Global Marshall Plan scheint sinnvoll als Verbindung zwischen 'bottom' und 'top'. Auch das Prinzip der regionalen Kreisläufe erscheint als Ausweg aus der Wachstumsfalle. Lokale Währungen für regionale Produkte, regionale Wirtschaftskreisläufe, Genossenschaftsstrukturen können ohne Finanzindustrie auskommen und Wachstum qualitätiv möglich zu machen. Lokale Energie- und Lebensmittelproduktion ist Grundlage einer Post-Wachstums-Gesellschaft. Genossenschaftlich lokale Investitionen bieten Bürgern in Niedrigzins-Zeiten sinnvolle Anlagemöglichkeiten, die Identität und Sinnhaftigkeit vermitteln. Auch Gemeinschaftseigentum-Almende ist eine Quelle für nachhaltiges Wirtschaften, das den egoistischen Nutzung und dessen Mehrung zurückdrängt. Qualitatives Wachstum kann auch heißen, bessere Lebensmittel zu produzieren, haltbarere Geräte, mehr Glück im Alltag, mehr Gesundheit könnten auch Wachstum bedeuten. Ich beziehe mich insbesondere auf den Postwachstumsökonom Prof. Dr. Niko Paech, den Psychiater und Ökonom Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber und die Ökonomen Prof.es Skidelsky.
Ein Landkreis im Postwachstum? Wie eine Wirtschaft der Nachhaltigkeit denkbar ist Wir können nicht weiter wachsen! Diese fordernde Feststellung formulierte der Club of Rome in den 70er Jahren, sie hat sich aber noch immer nicht durchgesetzt gegen die Behauptung, nur mit Wirtschaftswachstum könnte unsere Wirtschaft gesund bleiben, könnten wir unsere Arbeitsplätze erhalten, könnte unser Wohlstand erhalten werden. Wo stecken die Grenzen des Wachstums? Innovative Technik kann letztendlich die Schäden an der Umwelt nicht entscheidend verringern. Stets sind neue Ressourcen und Energien nötig, führen sparsamere Technologien zu stärkerer Nutzung, entstehen sogenannte 'Rebound-Effekte'. Oft sind die benötigten Ressourcen versteckt - in ökologischen Systemen oder entfernten Weltregionen. Eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs eines Deutschen von derzeit etwa 11t CO2/Jahr auf etwa 2,7t ist so nie zu erreichen, würde aber der verbleibenden Kapazität der Erde entsprechen, wenn das Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden soll. Unser Gehirn verträgt nicht immer mehr Produkte, Angebote, Aktivitäten, auch wenn die Wirtschaft uns das einreden möchte. Die Fülle an Offerten für Freizeit, elektronische und digitale Unterhaltung, Apps, Konsumgütern überfordert unser Denken und Fühlen. Noch nie sind so viele Psychopharmaka verordnet, so viele Burnouts diagnostiziert, so viele Konzentrationsstörungen diagnostiziert worden wie in den Jahren nach 2000, als ein bislang ungeahnter und breiter Wohlstand zusammen mit der digitalen Revolution unsere Gesellschaft beglückt hat. Neurobiologie und Psychologie wissen, dass dieses 'Zuviel' dem Gehirn schadet, weiß um die Schwelle an materiellem Wohlstand (ein Verdienst im unteren Mittelstand!), ab dem Glück und Zufriedenheit nicht mehr gesteigert sondern gefährdet werden. Wachstum in den hochentwickelten Industrieregionen schafft nicht automatisch gerechte Verteilung in der Welt. Die sozialen Unterschiede sind wichtiges Hemmnis für ein international nachhaltiges Wirtschaften. Das Wachstum der letzten Jahre hat Ungleichheiten aber steigen lassen, andere Verteilung und gleichzeitig Genügsamkeits-Strategien der reichen Volkswirtschaften sind Erfolg versprechender. Die Erschöpfbarkeit von Rohstoffen betrifft nicht nur das Erdöl. Seltene Erden, Metalle und viele andere Ressourcen, aus denen die Produkte unseres Wohlstandes bestehen sehen einem 'Peak' entgegen. Ihre Förderung zerstört zudem unwiederbringlich weitere ökologische Ressourcen. Die Produktion von immer mehr kann also nicht funktionieren. Wie kann ein Leben ohne Wachstum gelingen? Entrümpelung und Entschleunigung. Viele Produkte und Konsumangebote machen nicht glücklicher, sondern beschweren unser Leben. Sie nehmen Zeit für wirklich Aktivitäten, die wirklich gesund und zufrieden machen wie Begegnungen, Basteln, Naturnähe oder schlicht Muße. Wir sollten nicht mehr so viele Offerten der Industrie in unsere Lebenszeit packen wollen wie möglich, um frei für unsere wirkliche Bestimmung zu werden. Selbstversorgung mit Fremdversorgung ausbalancieren. Wir arbeiten für einen Arbeitgeber, um Geld für ein Leben zu erhalten, das wir von einer Freizeit- und Konsumindustrie gestalten lassen. Wo es möglich ist, sollten wir wieder Zeit und Mühe nutzen, um Produkte zu reparieren, zu tauschen, anders zu verwenden, Lebensmittel - vielleicht mit anderen - anzubauen, unsere Lebensumwelt aktiv zu gestalten - auch außerhalb der Erwerbstätigkeit. So erfahren wir Bezug zu den Dingen, Selbstwirksamkeit, Begegnung mit unseren Mitmenschen. Das schafft das wichtigste Gefühl für Glück und Gesundheit: eingebettet sein, Heimat haben. Regionale Kreisläufe stärken. Wo es ohne die globalen Systeme geht, können regionale Herstellungs- oder Organisationsnetze Menschen in Beziehung zueinander bringen. Sie können sie in Beziehung zu den Produkten der Kreisläufe bringen und damit Sinn stiften, sie können die ökologischen Kosten überschaubar halten. Solche Kreisläufe sind krisensicherer und haben einen neiderigen ökologischen Fußabdruck. Regionalwährungen können sie schützen und stützen. Lange Haltbarkeit und gute Reparaturfähigkeit von Produkten reduziert die nötigen Produkte und Ressourcen enorm. Außerdem schafft die Möglichkeit zur Reparatur und zum geteilten Nutzen sinnvolle Erwerbstätigkeit Perspektiven für das globale Finanzsystem Immer währendes, unbegrenztes Wachstum ist eine Vorstellung, die selbst Kinder widerlegen können: biologische Systeme, die diesem Prinzip folgen, bringen ihren Wirt um. Apologeten des Wachstums schelten ihre Kritiker als elitäre Akademiker und halten den freien Markt und die Möglichkeiten des technischen Fortschritts für fähig beständig Wachstumsraten um 4% zu generieren. Das Wirtschaftswachstum ist erst seit etwa 150 Jahren möglich, in großem MAße erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist kein Naturgesetz, nicht einmal ein Wirtschaftsgesetz. Um den Lebensstandard eines Europäers allen Menschen zuteil werden zu lassen, bräuchten wir drei Erden, unsere Lebensweise hat bereits Grenzen überschritten. Klar ist zumindest, dass die stabile Wachstumsziele Unsinn sind. Ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent bedeutet heute ein Vielfaches an quantitativer Zunahme im Vergleich zu etwa den 70er Jahren. Stabil hohe Wachstumsraten zur politischen Maßgabe zu machen, ist daher nicht angemessen. Im Grunde ist das Wirtschaftswachstum die Bezahlung der Finanzindustrie für ihre Mittlerrolle bei der Kredit- und Investitionsverteilung. Schulden und Zinsen befeuern Wachstumsnotwendigkeit in einer Art Teufelskreis. So ist nachvollziehbar, Gelder für Nachhaltigkeit außerhalb der herkömmlichen Finanzwelt oder mithilfe etwa von Transaktionssteuern zu beschaffen. So kann qualitatives und ausgleichendes Wachstum ohne quantitatives pekuniäres Wachstums erreicht werden. Die Strategien des Global Marshall Plan, eines Green New Deal sowie Konzepte von Parallel-Währungen und ausgelagerte Finanzierungsquellen haben Potenzial, nachhaltig Regionen der Welt sozial und ökologisch zu entwickeln. Eine Vernetzung des Landkreises mit dem Global Marshall Plan scheint sinnvoll als Verbindung zwischen 'bottom' und 'top'. Auch das Prinzip der regionalen Kreisläufe erscheint als Ausweg aus der Wachstumsfalle. Lokale Währungen für regionale Produkte, regionale Wirtschaftskreisläufe, Genossenschaftsstrukturen können ohne Finanzindustrie auskommen und Wachstum qualitätiv möglich zu machen. Lokale Energie- und Lebensmittelproduktion ist Grundlage einer Post-Wachstums-Gesellschaft. Genossenschaftlich lokale Investitionen bieten Bürgern in Niedrigzins-Zeiten sinnvolle Anlagemöglichkeiten, die Identität und Sinnhaftigkeit vermitteln. Auch Gemeinschaftseigentum-Almende ist eine Quelle für nachhaltiges Wirtschaften, das den egoistischen Nutzung und dessen Mehrung zurückdrängt. Qualitatives Wachstum kann auch heißen, bessere Lebensmittel zu produzieren, haltbarere Geräte, mehr Glück im Alltag, mehr Gesundheit könnten auch Wachstum bedeuten. Ich beziehe mich insbesondere auf den Postwachstumsökonom Prof. Dr. Niko Paech, den Psychiater und Ökonom Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber und die Ökonomen Prof.es Skidelsky.
Ein Landkreis im Postwachstum? Wie eine Wirtschaft der Nachhaltigkeit denkbar ist Wir können nicht weiter wachsen! Diese fordernde Feststellung formulierte der Club of Rome in den 70er Jahren, sie hat sich aber noch immer nicht durchgesetzt gegen die Behauptung, nur mit Wirtschaftswachstum könnte unsere Wirtschaft gesund bleiben, könnten wir unsere Arbeitsplätze erhalten, könnte unser Wohlstand erhalten werden. Wo stecken die Grenzen des Wachstums? Innovative Technik kann letztendlich die Schäden an der Umwelt nicht entscheidend verringern. Stets sind neue Ressourcen und Energien nötig, führen sparsamere Technologien zu stärkerer Nutzung, entstehen sogenannte 'Rebound-Effekte'. Oft sind die benötigten Ressourcen versteckt - in ökologischen Systemen oder entfernten Weltregionen. Eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs eines Deutschen von derzeit etwa 11t CO2/Jahr auf etwa 2,7t ist so nie zu erreichen, würde aber der verbleibenden Kapazität der Erde entsprechen, wenn das Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden soll. Unser Gehirn verträgt nicht immer mehr Produkte, Angebote, Aktivitäten, auch wenn die Wirtschaft uns das einreden möchte. Die Fülle an Offerten für Freizeit, elektronische und digitale Unterhaltung, Apps, Konsumgütern überfordert unser Denken und Fühlen. Noch nie sind so viele Psychopharmaka verordnet, so viele Burnouts diagnostiziert, so viele Konzentrationsstörungen diagnostiziert worden wie in den Jahren nach 2000, als ein bislang ungeahnter und breiter Wohlstand zusammen mit der digitalen Revolution unsere Gesellschaft beglückt hat. Neurobiologie und Psychologie wissen, dass dieses 'Zuviel' dem Gehirn schadet, weiß um die Schwelle an materiellem Wohlstand (ein Verdienst im unteren Mittelstand!), ab dem Glück und Zufriedenheit nicht mehr gesteigert sondern gefährdet werden. Wachstum in den hochentwickelten Industrieregionen schafft nicht automatisch gerechte Verteilung in der Welt. Die sozialen Unterschiede sind wichtiges Hemmnis für ein international nachhaltiges Wirtschaften. Das Wachstum der letzten Jahre hat Ungleichheiten aber steigen lassen, andere Verteilung und gleichzeitig Genügsamkeits-Strategien der reichen Volkswirtschaften sind Erfolg versprechender. Die Erschöpfbarkeit von Rohstoffen betrifft nicht nur das Erdöl. Seltene Erden, Metalle und viele andere Ressourcen, aus denen die Produkte unseres Wohlstandes bestehen sehen einem 'Peak' entgegen. Ihre Förderung zerstört zudem unwiederbringlich weitere ökologische Ressourcen. Die Produktion von immer mehr kann also nicht funktionieren. Wie kann ein Leben ohne Wachstum gelingen? Entrümpelung und Entschleunigung. Viele Produkte und Konsumangebote machen nicht glücklicher, sondern beschweren unser Leben. Sie nehmen Zeit für wirklich Aktivitäten, die wirklich gesund und zufrieden machen wie Begegnungen, Basteln, Naturnähe oder schlicht Muße. Wir sollten nicht mehr so viele Offerten der Industrie in unsere Lebenszeit packen wollen wie möglich, um frei für unsere wirkliche Bestimmung zu werden. Selbstversorgung mit Fremdversorgung ausbalancieren. Wir arbeiten für einen Arbeitgeber, um Geld für ein Leben zu erhalten, das wir von einer Freizeit- und Konsumindustrie gestalten lassen. Wo es möglich ist, sollten wir wieder Zeit und Mühe nutzen, um Produkte zu reparieren, zu tauschen, anders zu verwenden, Lebensmittel - vielleicht mit anderen - anzubauen, unsere Lebensumwelt aktiv zu gestalten - auch außerhalb der Erwerbstätigkeit. So erfahren wir Bezug zu den Dingen, Selbstwirksamkeit, Begegnung mit unseren Mitmenschen. Das schafft das wichtigste Gefühl für Glück und Gesundheit: eingebettet sein, Heimat haben. Regionale Kreisläufe stärken. Wo es ohne die globalen Systeme geht, können regionale Herstellungs- oder Organisationsnetze Menschen in Beziehung zueinander bringen. Sie können sie in Beziehung zu den Produkten der Kreisläufe bringen und damit Sinn stiften, sie können die ökologischen Kosten überschaubar halten. Solche Kreisläufe sind krisensicherer und haben einen neiderigen ökologischen Fußabdruck. Regionalwährungen können sie schützen und stützen. Lange Haltbarkeit und gute Reparaturfähigkeit von Produkten reduziert die nötigen Produkte und Ressourcen enorm. Außerdem schafft die Möglichkeit zur Reparatur und zum geteilten Nutzen sinnvolle Erwerbstätigkeit Perspektiven für das globale Finanzsystem Immer währendes, unbegrenztes Wachstum ist eine Vorstellung, die selbst Kinder widerlegen können: biologische Systeme, die diesem Prinzip folgen, bringen ihren Wirt um. Apologeten des Wachstums schelten ihre Kritiker als elitäre Akademiker und halten den freien Markt und die Möglichkeiten des technischen Fortschritts für fähig beständig Wachstumsraten um 4% zu generieren. Das Wirtschaftswachstum ist erst seit etwa 150 Jahren möglich, in großem MAße erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist kein Naturgesetz, nicht einmal ein Wirtschaftsgesetz. Um den Lebensstandard eines Europäers allen Menschen zuteil werden zu lassen, bräuchten wir drei Erden, unsere Lebensweise hat bereits Grenzen überschritten. Klar ist zumindest, dass die stabile Wachstumsziele Unsinn sind. Ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent bedeutet heute ein Vielfaches an quantitativer Zunahme im Vergleich zu etwa den 70er Jahren. Stabil hohe Wachstumsraten zur politischen Maßgabe zu machen, ist daher nicht angemessen. Im Grunde ist das Wirtschaftswachstum die Bezahlung der Finanzindustrie für ihre Mittlerrolle bei der Kredit- und Investitionsverteilung. Schulden und Zinsen befeuern Wachstumsnotwendigkeit in einer Art Teufelskreis. So ist nachvollziehbar, Gelder für Nachhaltigkeit außerhalb der herkömmlichen Finanzwelt oder mithilfe etwa von Transaktionssteuern zu beschaffen. So kann qualitatives und ausgleichendes Wachstum ohne quantitatives pekuniäres Wachstums erreicht werden. Die Strategien des Global Marshall Plan, eines Green New Deal sowie Konzepte von Parallel-Währungen und ausgelagerte Finanzierungsquellen haben Potenzial, nachhaltig Regionen der Welt sozial und ökologisch zu entwickeln. Eine Vernetzung des Landkreises mit dem Global Marshall Plan scheint sinnvoll als Verbindung zwischen 'bottom' und 'top'. Auch das Prinzip der regionalen Kreisläufe erscheint als Ausweg aus der Wachstumsfalle. Lokale Währungen für regionale Produkte, regionale Wirtschaftskreisläufe, Genossenschaftsstrukturen können ohne Finanzindustrie auskommen und Wachstum qualitätiv möglich zu machen. Lokale Energie- und Lebensmittelproduktion ist Grundlage einer Post-Wachstums-Gesellschaft. Genossenschaftlich lokale Investitionen bieten Bürgern in Niedrigzins-Zeiten sinnvolle Anlagemöglichkeiten, die Identität und Sinnhaftigkeit vermitteln. Auch Gemeinschaftseigentum-Almende ist eine Quelle für nachhaltiges Wirtschaften, das den egoistischen Nutzung und dessen Mehrung zurückdrängt. Qualitatives Wachstum kann auch heißen, bessere Lebensmittel zu produzieren, haltbarere Geräte, mehr Glück im Alltag, mehr Gesundheit könnten auch Wachstum bedeuten. Ich beziehe mich insbesondere auf den Postwachstumsökonom Prof. Dr. Niko Paech, den Psychiater und Ökonom Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber und die Ökonomen Prof.es Skidelsky.
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auf dem Gelände von Schloss Eyrichshof.
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Ein Landkreis im Postwachstum? Wie eine Wirtschaft der Nachhaltigkeit denkbar ist Wir können nicht weiter wachsen! Diese fordernde Feststellung formulierte der Club of Rome in den 70er Jahren, sie hat sich aber noch immer nicht durchgesetzt gegen die Behauptung, nur mit Wirtschaftswachstum könnte unsere Wirtschaft gesund bleiben, könnten wir unsere Arbeitsplätze erhalten, könnte unser Wohlstand erhalten werden. Wo stecken die Grenzen des Wachstums? Innovative Technik kann letztendlich die Schäden an der Umwelt nicht entscheidend verringern. Stets sind neue Ressourcen und Energien nötig, führen sparsamere Technologien zu stärkerer Nutzung, entstehen sogenannte 'Rebound-Effekte'. Oft sind die benötigten Ressourcen versteckt - in ökologischen Systemen oder entfernten Weltregionen. Eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs eines Deutschen von derzeit etwa 11t CO2/Jahr auf etwa 2,7t ist so nie zu erreichen, würde aber der verbleibenden Kapazität der Erde entsprechen, wenn das Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden soll. Unser Gehirn verträgt nicht immer mehr Produkte, Angebote, Aktivitäten, auch wenn die Wirtschaft uns das einreden möchte. Die Fülle an Offerten für Freizeit, elektronische und digitale Unterhaltung, Apps, Konsumgütern überfordert unser Denken und Fühlen. Noch nie sind so viele Psychopharmaka verordnet, so viele Burnouts diagnostiziert, so viele Konzentrationsstörungen diagnostiziert worden wie in den Jahren nach 2000, als ein bislang ungeahnter und breiter Wohlstand zusammen mit der digitalen Revolution unsere Gesellschaft beglückt hat. Neurobiologie und Psychologie wissen, dass dieses 'Zuviel' dem Gehirn schadet, weiß um die Schwelle an materiellem Wohlstand (ein Verdienst im unteren Mittelstand!), ab dem Glück und Zufriedenheit nicht mehr gesteigert sondern gefährdet werden. Wachstum in den hochentwickelten Industrieregionen schafft nicht automatisch gerechte Verteilung in der Welt. Die sozialen Unterschiede sind wichtiges Hemmnis für ein international nachhaltiges Wirtschaften. Das Wachstum der letzten Jahre hat Ungleichheiten aber steigen lassen, andere Verteilung und gleichzeitig Genügsamkeits-Strategien der reichen Volkswirtschaften sind Erfolg versprechender. Die Erschöpfbarkeit von Rohstoffen betrifft nicht nur das Erdöl. Seltene Erden, Metalle und viele andere Ressourcen, aus denen die Produkte unseres Wohlstandes bestehen sehen einem 'Peak' entgegen. Ihre Förderung zerstört zudem unwiederbringlich weitere ökologische Ressourcen. Die Produktion von immer mehr kann also nicht funktionieren. Wie kann ein Leben ohne Wachstum gelingen? Entrümpelung und Entschleunigung. Viele Produkte und Konsumangebote machen nicht glücklicher, sondern beschweren unser Leben. Sie nehmen Zeit für wirklich Aktivitäten, die wirklich gesund und zufrieden machen wie Begegnungen, Basteln, Naturnähe oder schlicht Muße. Wir sollten nicht mehr so viele Offerten der Industrie in unsere Lebenszeit packen wollen wie möglich, um frei für unsere wirkliche Bestimmung zu werden. Selbstversorgung mit Fremdversorgung ausbalancieren. Wir arbeiten für einen Arbeitgeber, um Geld für ein Leben zu erhalten, das wir von einer Freizeit- und Konsumindustrie gestalten lassen. Wo es möglich ist, sollten wir wieder Zeit und Mühe nutzen, um Produkte zu reparieren, zu tauschen, anders zu verwenden, Lebensmittel - vielleicht mit anderen - anzubauen, unsere Lebensumwelt aktiv zu gestalten - auch außerhalb der Erwerbstätigkeit. So erfahren wir Bezug zu den Dingen, Selbstwirksamkeit, Begegnung mit unseren Mitmenschen. Das schafft das wichtigste Gefühl für Glück und Gesundheit: eingebettet sein, Heimat haben. Regionale Kreisläufe stärken. Wo es ohne die globalen Systeme geht, können regionale Herstellungs- oder Organisationsnetze Menschen in Beziehung zueinander bringen. Sie können sie in Beziehung zu den Produkten der Kreisläufe bringen und damit Sinn stiften, sie können die ökologischen Kosten überschaubar halten. Solche Kreisläufe sind krisensicherer und haben einen neiderigen ökologischen Fußabdruck. Regionalwährungen können sie schützen und stützen. Lange Haltbarkeit und gute Reparaturfähigkeit von Produkten reduziert die nötigen Produkte und Ressourcen enorm. Außerdem schafft die Möglichkeit zur Reparatur und zum geteilten Nutzen sinnvolle Erwerbstätigkeit Perspektiven für das globale Finanzsystem Immer währendes, unbegrenztes Wachstum ist eine Vorstellung, die selbst Kinder widerlegen können: biologische Systeme, die diesem Prinzip folgen, bringen ihren Wirt um. Apologeten des Wachstums schelten ihre Kritiker als elitäre Akademiker und halten den freien Markt und die Möglichkeiten des technischen Fortschritts für fähig beständig Wachstumsraten um 4% zu generieren. Das Wirtschaftswachstum ist erst seit etwa 150 Jahren möglich, in großem MAße erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist kein Naturgesetz, nicht einmal ein Wirtschaftsgesetz. Um den Lebensstandard eines Europäers allen Menschen zuteil werden zu lassen, bräuchten wir drei Erden, unsere Lebensweise hat bereits Grenzen überschritten. Klar ist zumindest, dass die stabile Wachstumsziele Unsinn sind. Ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent bedeutet heute ein Vielfaches an quantitativer Zunahme im Vergleich zu etwa den 70er Jahren. Stabil hohe Wachstumsraten zur politischen Maßgabe zu machen, ist daher nicht angemessen. Im Grunde ist das Wirtschaftswachstum die Bezahlung der Finanzindustrie für ihre Mittlerrolle bei der Kredit- und Investitionsverteilung. Schulden und Zinsen befeuern Wachstumsnotwendigkeit in einer Art Teufelskreis. So ist nachvollziehbar, Gelder für Nachhaltigkeit außerhalb der herkömmlichen Finanzwelt oder mithilfe etwa von Transaktionssteuern zu beschaffen. So kann qualitatives und ausgleichendes Wachstum ohne quantitatives pekuniäres Wachstums erreicht werden. Die Strategien des Global Marshall Plan, eines Green New Deal sowie Konzepte von Parallel-Währungen und ausgelagerte Finanzierungsquellen haben Potenzial, nachhaltig Regionen der Welt sozial und ökologisch zu entwickeln. Eine Vernetzung des Landkreises mit dem Global Marshall Plan scheint sinnvoll als Verbindung zwischen 'bottom' und 'top'. Auch das Prinzip der regionalen Kreisläufe erscheint als Ausweg aus der Wachstumsfalle. Lokale Währungen für regionale Produkte, regionale Wirtschaftskreisläufe, Genossenschaftsstrukturen können ohne Finanzindustrie auskommen und Wachstum qualitätiv möglich zu machen. Lokale Energie- und Lebensmittelproduktion ist Grundlage einer Post-Wachstums-Gesellschaft. Genossenschaftlich lokale Investitionen bieten Bürgern in Niedrigzins-Zeiten sinnvolle Anlagemöglichkeiten, die Identität und Sinnhaftigkeit vermitteln. Auch Gemeinschaftseigentum-Almende ist eine Quelle für nachhaltiges Wirtschaften, das den egoistischen Nutzung und dessen Mehrung zurückdrängt. Qualitatives Wachstum kann auch heißen, bessere Lebensmittel zu produzieren, haltbarere Geräte, mehr Glück im Alltag, mehr Gesundheit könnten auch Wachstum bedeuten. Ich beziehe mich insbesondere auf den Postwachstumsökonom Prof. Dr. Niko Paech, den Psychiater und Ökonom Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber und die Ökonomen Prof.es Skidelsky.
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auf dem Gelände von Schloss Eyrichshof.
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Ein Landkreis im Postwachstum? Wie eine Wirtschaft der Nachhaltigkeit denkbar ist Wir können nicht weiter wachsen! Diese fordernde Feststellung formulierte der Club of Rome in den 70er Jahren, sie hat sich aber noch immer nicht durchgesetzt gegen die Behauptung, nur mit Wirtschaftswachstum könnte unsere Wirtschaft gesund bleiben, könnten wir unsere Arbeitsplätze erhalten, könnte unser Wohlstand erhalten werden. Wo stecken die Grenzen des Wachstums? Innovative Technik kann letztendlich die Schäden an der Umwelt nicht entscheidend verringern. Stets sind neue Ressourcen und Energien nötig, führen sparsamere Technologien zu stärkerer Nutzung, entstehen sogenannte 'Rebound-Effekte'. Oft sind die benötigten Ressourcen versteckt - in ökologischen Systemen oder entfernten Weltregionen. Eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs eines Deutschen von derzeit etwa 11t CO2/Jahr auf etwa 2,7t ist so nie zu erreichen, würde aber der verbleibenden Kapazität der Erde entsprechen, wenn das Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden soll. Unser Gehirn verträgt nicht immer mehr Produkte, Angebote, Aktivitäten, auch wenn die Wirtschaft uns das einreden möchte. Die Fülle an Offerten für Freizeit, elektronische und digitale Unterhaltung, Apps, Konsumgütern überfordert unser Denken und Fühlen. Noch nie sind so viele Psychopharmaka verordnet, so viele Burnouts diagnostiziert, so viele Konzentrationsstörungen diagnostiziert worden wie in den Jahren nach 2000, als ein bislang ungeahnter und breiter Wohlstand zusammen mit der digitalen Revolution unsere Gesellschaft beglückt hat. Neurobiologie und Psychologie wissen, dass dieses 'Zuviel' dem Gehirn schadet, weiß um die Schwelle an materiellem Wohlstand (ein Verdienst im unteren Mittelstand!), ab dem Glück und Zufriedenheit nicht mehr gesteigert sondern gefährdet werden. Wachstum in den hochentwickelten Industrieregionen schafft nicht automatisch gerechte Verteilung in der Welt. Die sozialen Unterschiede sind wichtiges Hemmnis für ein international nachhaltiges Wirtschaften. Das Wachstum der letzten Jahre hat Ungleichheiten aber steigen lassen, andere Verteilung und gleichzeitig Genügsamkeits-Strategien der reichen Volkswirtschaften sind Erfolg versprechender. Die Erschöpfbarkeit von Rohstoffen betrifft nicht nur das Erdöl. Seltene Erden, Metalle und viele andere Ressourcen, aus denen die Produkte unseres Wohlstandes bestehen sehen einem 'Peak' entgegen. Ihre Förderung zerstört zudem unwiederbringlich weitere ökologische Ressourcen. Die Produktion von immer mehr kann also nicht funktionieren. Wie kann ein Leben ohne Wachstum gelingen? Entrümpelung und Entschleunigung. Viele Produkte und Konsumangebote machen nicht glücklicher, sondern beschweren unser Leben. Sie nehmen Zeit für wirklich Aktivitäten, die wirklich gesund und zufrieden machen wie Begegnungen, Basteln, Naturnähe oder schlicht Muße. Wir sollten nicht mehr so viele Offerten der Industrie in unsere Lebenszeit packen wollen wie möglich, um frei für unsere wirkliche Bestimmung zu werden. Selbstversorgung mit Fremdversorgung ausbalancieren. Wir arbeiten für einen Arbeitgeber, um Geld für ein Leben zu erhalten, das wir von einer Freizeit- und Konsumindustrie gestalten lassen. Wo es möglich ist, sollten wir wieder Zeit und Mühe nutzen, um Produkte zu reparieren, zu tauschen, anders zu verwenden, Lebensmittel - vielleicht mit anderen - anzubauen, unsere Lebensumwelt aktiv zu gestalten - auch außerhalb der Erwerbstätigkeit. So erfahren wir Bezug zu den Dingen, Selbstwirksamkeit, Begegnung mit unseren Mitmenschen. Das schafft das wichtigste Gefühl für Glück und Gesundheit: eingebettet sein, Heimat haben. Regionale Kreisläufe stärken. Wo es ohne die globalen Systeme geht, können regionale Herstellungs- oder Organisationsnetze Menschen in Beziehung zueinander bringen. Sie können sie in Beziehung zu den Produkten der Kreisläufe bringen und damit Sinn stiften, sie können die ökologischen Kosten überschaubar halten. Solche Kreisläufe sind krisensicherer und haben einen neiderigen ökologischen Fußabdruck. Regionalwährungen können sie schützen und stützen. Lange Haltbarkeit und gute Reparaturfähigkeit von Produkten reduziert die nötigen Produkte und Ressourcen enorm. Außerdem schafft die Möglichkeit zur Reparatur und zum geteilten Nutzen sinnvolle Erwerbstätigkeit Perspektiven für das globale Finanzsystem Immer währendes, unbegrenztes Wachstum ist eine Vorstellung, die selbst Kinder widerlegen können: biologische Systeme, die diesem Prinzip folgen, bringen ihren Wirt um. Apologeten des Wachstums schelten ihre Kritiker als elitäre Akademiker und halten den freien Markt und die Möglichkeiten des technischen Fortschritts für fähig beständig Wachstumsraten um 4% zu generieren. Das Wirtschaftswachstum ist erst seit etwa 150 Jahren möglich, in großem MAße erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist kein Naturgesetz, nicht einmal ein Wirtschaftsgesetz. Um den Lebensstandard eines Europäers allen Menschen zuteil werden zu lassen, bräuchten wir drei Erden, unsere Lebensweise hat bereits Grenzen überschritten. Klar ist zumindest, dass die stabile Wachstumsziele Unsinn sind. Ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent bedeutet heute ein Vielfaches an quantitativer Zunahme im Vergleich zu etwa den 70er Jahren. Stabil hohe Wachstumsraten zur politischen Maßgabe zu machen, ist daher nicht angemessen. Im Grunde ist das Wirtschaftswachstum die Bezahlung der Finanzindustrie für ihre Mittlerrolle bei der Kredit- und Investitionsverteilung. Schulden und Zinsen befeuern Wachstumsnotwendigkeit in einer Art Teufelskreis. So ist nachvollziehbar, Gelder für Nachhaltigkeit außerhalb der herkömmlichen Finanzwelt oder mithilfe etwa von Transaktionssteuern zu beschaffen. So kann qualitatives und ausgleichendes Wachstum ohne quantitatives pekuniäres Wachstums erreicht werden. Die Strategien des Global Marshall Plan, eines Green New Deal sowie Konzepte von Parallel-Währungen und ausgelagerte Finanzierungsquellen haben Potenzial, nachhaltig Regionen der Welt sozial und ökologisch zu entwickeln. Eine Vernetzung des Landkreises mit dem Global Marshall Plan scheint sinnvoll als Verbindung zwischen 'bottom' und 'top'. Auch das Prinzip der regionalen Kreisläufe erscheint als Ausweg aus der Wachstumsfalle. Lokale Währungen für regionale Produkte, regionale Wirtschaftskreisläufe, Genossenschaftsstrukturen können ohne Finanzindustrie auskommen und Wachstum qualitätiv möglich zu machen. Lokale Energie- und Lebensmittelproduktion ist Grundlage einer Post-Wachstums-Gesellschaft. Genossenschaftlich lokale Investitionen bieten Bürgern in Niedrigzins-Zeiten sinnvolle Anlagemöglichkeiten, die Identität und Sinnhaftigkeit vermitteln. Auch Gemeinschaftseigentum-Almende ist eine Quelle für nachhaltiges Wirtschaften, das den egoistischen Nutzung und dessen Mehrung zurückdrängt. Qualitatives Wachstum kann auch heißen, bessere Lebensmittel zu produzieren, haltbarere Geräte, mehr Glück im Alltag, mehr Gesundheit könnten auch Wachstum bedeuten. Ich beziehe mich insbesondere auf den Postwachstumsökonom Prof. Dr. Niko Paech, den Psychiater und Ökonom Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber und die Ökonomen Prof.es Skidelsky. Multimodale Mobilität Verkehrswerte auf dem Lande - dieses spannende und doch so schwierige Thema stellte das Netzwerk ‚Wir-gestalten-Heimat‘ auf der Europäischen Mobilitätswoche Weiterlesen >>
Klimabilanz E-Autos Welche Klimabilanz haben aktuelle E-Autos? STUDIE Fraunhofer-Institut für Mobilität 2019 Weiterlesen >>
Heizen - 15% CO2 Gemessen an einem Durchschnitts-Deutschen sind es rund 15 %, die das Heizen an Treibhausgasemissionen beiträgt. Gemessen am gesamten Ausstoß in Deutschland betreffen 11% die Haushalte, das meiste davon: Heizen. Weiterlesen >>
Presse InformationsTREFF 
auf dem Gelände von Schloss Eyrichshof.
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Ein Landkreis im Postwachstum? Wie eine Wirtschaft der Nachhaltigkeit denkbar ist Wir können nicht weiter wachsen! Diese fordernde Feststellung formulierte der Club of Rome in den 70er Jahren, sie hat sich aber noch immer nicht durchgesetzt gegen die Behauptung, nur mit Wirtschaftswachstum könnte unsere Wirtschaft gesund bleiben, könnten wir unsere Arbeitsplätze erhalten, könnte unser Wohlstand erhalten werden. Wo stecken die Grenzen des Wachstums? Innovative Technik kann letztendlich die Schäden an der Umwelt nicht entscheidend verringern. Stets sind neue Ressourcen und Energien nötig, führen sparsamere Technologien zu stärkerer Nutzung, entstehen sogenannte 'Rebound-Effekte'. Oft sind die benötigten Ressourcen versteckt - in ökologischen Systemen oder entfernten Weltregionen. Eine Reduktion des Ressourcenverbrauchs eines Deutschen von derzeit etwa 11t CO2/Jahr auf etwa 2,7t ist so nie zu erreichen, würde aber der verbleibenden Kapazität der Erde entsprechen, wenn das Zwei-Grad-Ziel noch erreicht werden soll. Unser Gehirn verträgt nicht immer mehr Produkte, Angebote, Aktivitäten, auch wenn die Wirtschaft uns das einreden möchte. Die Fülle an Offerten für Freizeit, elektronische und digitale Unterhaltung, Apps, Konsumgütern überfordert unser Denken und Fühlen. Noch nie sind so viele Psychopharmaka verordnet, so viele Burnouts diagnostiziert, so viele Konzentrationsstörungen diagnostiziert worden wie in den Jahren nach 2000, als ein bislang ungeahnter und breiter Wohlstand zusammen mit der digitalen Revolution unsere Gesellschaft beglückt hat. Neurobiologie und Psychologie wissen, dass dieses 'Zuviel' dem Gehirn schadet, weiß um die Schwelle an materiellem Wohlstand (ein Verdienst im unteren Mittelstand!), ab dem Glück und Zufriedenheit nicht mehr gesteigert sondern gefährdet werden. Wachstum in den hochentwickelten Industrieregionen schafft nicht automatisch gerechte Verteilung in der Welt. Die sozialen Unterschiede sind wichtiges Hemmnis für ein international nachhaltiges Wirtschaften. Das Wachstum der letzten Jahre hat Ungleichheiten aber steigen lassen, andere Verteilung und gleichzeitig Genügsamkeits-Strategien der reichen Volkswirtschaften sind Erfolg versprechender. Die Erschöpfbarkeit von Rohstoffen betrifft nicht nur das Erdöl. Seltene Erden, Metalle und viele andere Ressourcen, aus denen die Produkte unseres Wohlstandes bestehen sehen einem 'Peak' entgegen. Ihre Förderung zerstört zudem unwiederbringlich weitere ökologische Ressourcen. Die Produktion von immer mehr kann also nicht funktionieren. Wie kann ein Leben ohne Wachstum gelingen? Entrümpelung und Entschleunigung. Viele Produkte und Konsumangebote machen nicht glücklicher, sondern beschweren unser Leben. Sie nehmen Zeit für wirklich Aktivitäten, die wirklich gesund und zufrieden machen wie Begegnungen, Basteln, Naturnähe oder schlicht Muße. Wir sollten nicht mehr so viele Offerten der Industrie in unsere Lebenszeit packen wollen wie möglich, um frei für unsere wirkliche Bestimmung zu werden. Selbstversorgung mit Fremdversorgung ausbalancieren. Wir arbeiten für einen Arbeitgeber, um Geld für ein Leben zu erhalten, das wir von einer Freizeit- und Konsumindustrie gestalten lassen. Wo es möglich ist, sollten wir wieder Zeit und Mühe nutzen, um Produkte zu reparieren, zu tauschen, anders zu verwenden, Lebensmittel - vielleicht mit anderen - anzubauen, unsere Lebensumwelt aktiv zu gestalten - auch außerhalb der Erwerbstätigkeit. So erfahren wir Bezug zu den Dingen, Selbstwirksamkeit, Begegnung mit unseren Mitmenschen. Das schafft das wichtigste Gefühl für Glück und Gesundheit: eingebettet sein, Heimat haben. Regionale Kreisläufe stärken. Wo es ohne die globalen Systeme geht, können regionale Herstellungs- oder Organisationsnetze Menschen in Beziehung zueinander bringen. Sie können sie in Beziehung zu den Produkten der Kreisläufe bringen und damit Sinn stiften, sie können die ökologischen Kosten überschaubar halten. Solche Kreisläufe sind krisensicherer und haben einen neiderigen ökologischen Fußabdruck. Regionalwährungen können sie schützen und stützen. Lange Haltbarkeit und gute Reparaturfähigkeit von Produkten reduziert die nötigen Produkte und Ressourcen enorm. Außerdem schafft die Möglichkeit zur Reparatur und zum geteilten Nutzen sinnvolle Erwerbstätigkeit Perspektiven für das globale Finanzsystem Immer währendes, unbegrenztes Wachstum ist eine Vorstellung, die selbst Kinder widerlegen können: biologische Systeme, die diesem Prinzip folgen, bringen ihren Wirt um. Apologeten des Wachstums schelten ihre Kritiker als elitäre Akademiker und halten den freien Markt und die Möglichkeiten des technischen Fortschritts für fähig beständig Wachstumsraten um 4% zu generieren. Das Wirtschaftswachstum ist erst seit etwa 150 Jahren möglich, in großem MAße erst nach dem Zweiten Weltkrieg. Es ist kein Naturgesetz, nicht einmal ein Wirtschaftsgesetz. Um den Lebensstandard eines Europäers allen Menschen zuteil werden zu lassen, bräuchten wir drei Erden, unsere Lebensweise hat bereits Grenzen überschritten. Klar ist zumindest, dass die stabile Wachstumsziele Unsinn sind. Ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent bedeutet heute ein Vielfaches an quantitativer Zunahme im Vergleich zu etwa den 70er Jahren. Stabil hohe Wachstumsraten zur politischen Maßgabe zu machen, ist daher nicht angemessen. Im Grunde ist das Wirtschaftswachstum die Bezahlung der Finanzindustrie für ihre Mittlerrolle bei der Kredit- und Investitionsverteilung. Schulden und Zinsen befeuern Wachstumsnotwendigkeit in einer Art Teufelskreis. So ist nachvollziehbar, Gelder für Nachhaltigkeit außerhalb der herkömmlichen Finanzwelt oder mithilfe etwa von Transaktionssteuern zu beschaffen. So kann qualitatives und ausgleichendes Wachstum ohne quantitatives pekuniäres Wachstums erreicht werden. Die Strategien des Global Marshall Plan, eines Green New Deal sowie Konzepte von Parallel-Währungen und ausgelagerte Finanzierungsquellen haben Potenzial, nachhaltig Regionen der Welt sozial und ökologisch zu entwickeln. Eine Vernetzung des Landkreises mit dem Global Marshall Plan scheint sinnvoll als Verbindung zwischen 'bottom' und 'top'. Auch das Prinzip der regionalen Kreisläufe erscheint als Ausweg aus der Wachstumsfalle. Lokale Währungen für regionale Produkte, regionale Wirtschaftskreisläufe, Genossenschaftsstrukturen können ohne Finanzindustrie auskommen und Wachstum qualitätiv möglich zu machen. Lokale Energie- und Lebensmittelproduktion ist Grundlage einer Post-Wachstums-Gesellschaft. Genossenschaftlich lokale Investitionen bieten Bürgern in Niedrigzins-Zeiten sinnvolle Anlagemöglichkeiten, die Identität und Sinnhaftigkeit vermitteln. Auch Gemeinschaftseigentum-Almende ist eine Quelle für nachhaltiges Wirtschaften, das den egoistischen Nutzung und dessen Mehrung zurückdrängt. Qualitatives Wachstum kann auch heißen, bessere Lebensmittel zu produzieren, haltbarere Geräte, mehr Glück im Alltag, mehr Gesundheit könnten auch Wachstum bedeuten. Ich beziehe mich insbesondere auf den Postwachstumsökonom Prof. Dr. Niko Paech, den Psychiater und Ökonom Prof. Dr. Dr. Stefan Brunnhuber und die Ökonomen Prof.es Skidelsky. Klimabilanz E-Autos Welche Klimabilanz haben aktuelle E-Autos? STUDIE Fraunhofer-Institut für Mobilität 2019 Weiterlesen >> Heizen - 15% CO2 Gemessen an einem Durchschnitts-Deutschen sind es rund 15 %, die das Heizen an Treibhausgasemissionen beiträgt. 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