Konzentration und Intelligenz

 

Der leistungsfähige und erfolgreiche Mensch ist auch der zur Nachhaltigkeit fähige Mensch. Das zeigen uns insbesondere die Schriften von Stefan Brunnhuber, Psychiatrie-Professor und Wirtschaftswissenschaftler. Von ihm können wir lernen, wie die Fähigkeit unseres Stirnhirns - des 'Präfrontalen Kortex' - als Steuerzentrale uns zu Konzentration, zu vernetztem Denken, zu Planung oder Empathie bringt. Das bezeichnen wir als 'Exekutive Funktionen', die uns sowohl leistungsfähig als auch zur überlegten Nachhaltigkeit fähig machen. Erst durch sie kann der reife Mensch gezielt Verzicht üben, um übergeordnete Ziele zu verfolgen, kann drängende Impulse und Instinkte überwinden, wenn sie 'unvernünftig' sind.

 

Die Exekutiven Funktionen - Zentrum der Intelligenz

 

ADHS - Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität - ist die plakative Erscheinung gestörter Exekutiver Funktionen, also der Konzentrations- und geistigen Leistungsfähigkeit. Diese Störung hat unter den Bedinungungen der Digitalisierung massiv zugenommen - von 2-3% in jeder Gesellschaft zu mittlerweile 10-20% Prozent der Kinder. Hier scheinen fehlende Bewegung, Koordination, soziale Interaktion zugunsten des Konsums digitaler Medien die Hauptursache zu sein.

 

Die Diagnose-Praxis von ADHS ist wohl nur die Spitze des Eisbergs einer Entwicklung, bei der immer mehr Menschen in der digitalisierten Mediengesellschaft geistige Leistungsfähigkeit und psychische Stabilität einbüßen. Denn: deutliche Störungen der Exekutiven Funktionen im Frontalhirn sind für massive Schwierigkeiten in Schule, Sozialleben, Beruf, Gesundheit, ja Lebenserwartung verantwortlich wie neuere Forschung zeigt (siehe insbesondere die Arbeiten von Barkley oder Spitzer).

 

Die Grafik zeigt, wie der Zusammenhang von Störungs-Etiketten wie ADHS oder LRS mit den entsprechenden Verhaltens-Erscheinungen und dem Gehirn einzuordnen ist.

 

Training der Exekutiven Funktionen - Praxis

 

Eine Sammlung verschiedener Trainingsmethoden für Arbeit und Schule zeigt, in welcher Vielfalt Achtsamkeit und Mitgefühl Teil des organisierten Zusammenlebens werden kann. Diese Übungsanregungen und Hinweise auf Quellen sind im Blick auf Schulunterricht gesammelt, die keinen ausdrücklichen didaktischen Bezug haben.

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