Beteiligung entwickeln

 

Beteiligung ist Grundbedingung für eine nachhaltige Gesellschaft

 

> Gegen die Ersatz-Begegnung in den Filterblasen des Internet sollen vielfältige Begegnungsräume face-to-face geschaffen werden. Kommunikation basiert nicht auf Verrohung und Dichotomisierung, sondern Respekt, Verständnis, zur Erarbeitung gemeinsamer intelligenter Lösungen

 

Ideen für partizipative Strukturen

Gremien, die Entwicklungen (Mobilität/Energie/Dorfentwicklung, …) vorbereiten

‘Citizen’s Jury’/’Aleatorische Demokratie’ - Losverfahren

Beispiel Texas entscheidet über erneuerbare Energie - geloste Jury war eher dafür, Gesellschaft konnte mitgenommen werden (siehe van Reybrouck)

Gremien Jugendlicher, die Entwicklungen vorbereiten, Vorschläge erarbeiten, mit professionellen Gremien kooperieren ‘Youth Citizen’s Jury’

Gemischtes Gremium Junior-Senior-Jury junger Leute mit Großeltern

EnergieAKADEMIE oder heimatAKADEMIE wie auf Samsö: gemeinsam Zukunft gestalten

Exemplarische Begegnungen wie auf RoadMap, die Menschen verschiedener Interessen und Haltungen in echten Austausch bringen, inverse Rollenübernahmen, Verständnis schaffen, gemeinsame Lösungsansätze entwickeln

Online-Ideen-Börsen zu Themen, transparente Projektentwicklung - gemeinsam Nahraum gestalten

Online-Offerten zur aktiven Gestaltung und Pflege des öffentlichen Raumes - Begegnung im gemeinsamen Tun erleben und pflegen, gemeinsames Gärtnern, ...

Einbezug von Senioren in das Leben - Ausbau von Mobilität, Begegnung, Bedeutung, in Kooperation mit KiTa usw.

Vernetzung und Intensivierung von Flüchtlingsinitiativen, Vernetzung von Geflüchteten mit Wirtschaft, Gesellschaft, Begegnung

Beteiligung an Investitionen zur Energiegewinnung durch vereinfachte Kredite, Genossenschaftsmodelle

Überregionale - transregionale Forschungsbeteiligung

V.a. ‘Citizen Science Plattform’ unterstützt vom Bundesministerium Bildung und Forschung

Themen z.B.: ‘Gutes Leben’ in der Region erforschen/Insekten und Biodiversität kartieren/Mikroplastik in Gewässern/Agrikultur in der Stadt/Landschaft im Wandel-Biodiversität vergleichen historische und aktuelle Fotos

Synergetische Unterstützung bestehender Foren wie Politischer Runde im Mehr-Generationen-Haus Haßfurt, AK Asyl, LEADER Aktionsgruppe Haßberg, Energieeffizienz-Netzwerk vom BAFA gefördert - SW-ÜZ

MietshausSyndikate, die kein Geld mit Wohnraum verdienen wollen, sondern nur weitergeben

BeteiligungsForen attraktiv gestalten

    Schirmdach, Herzenshaus, origineller Ort, Getränke, Singen, Stimmbildung,

Tanz, Meditation, Compassion

 

Beispielstrukturen

Wolfshagener ‘Energieoffensive’

mit 2 Mitarbeitern, die Akteure vernetzt, Projekte betreut, Private berät

WandelBar-Format für Vortrag und anschließenden Austausch

Experten-Bürger lockt v.a. Vor-Informierte und vertieft Wissen

Bürgermeister Elengo, Indien - Partizipation, bei der  Konzepte mit allen

besprochen, von allen umsetzen werden

Governance-Strukturen der Region Wattenmeer ‘Wat nu’

 

Vorbild Hunsrück-Kreis von Franz Alt, Eco 3.9.2019

Heute werden im Hunsrück weit mehr erneuerbare Energien produziert als dort gebraucht werden. Die gesamte Region profitiert vom Export erneuerbarer Energie in die Nachbarregionen. Davon konnten die Hunsrück-Kommunen Kapitalrücklagen von 86 Millionen Euro bilden und in dörfliche Infrastrukturen investieren. Es kommen dort - trotz der vielen Windräder - mehr Touristen als früher, die Wirtschaft wächst und es besteht Vollbeschäftigung.

 

Qualifizierte Arbeitskräfte haben hier beste Chancen auf einen Job. Junge Familien kehren wieder in die Hunsrückdörfer zurück und finden Kitas für ihre Kinder. Von wegen Wertverlust der Grundstücke durch die vielen Windräder! Das Gegenteil ist der Fall. Die Grundstückspreise sind gestiegen. Die Kommunen haben hohe Gewerbesteuer-Einnahmen.

 

Der frühere Landrat Fleck (CDU) sagt heute: "Dieses ökologische Wirtschaftswunder haben wir dem Umstieg auf Sonne, Wind und Biogas zu verdanken. Viele Hunsrücker fahren bereits elektrisch mit selbst erzeugtem Strom".

 

Dies alles wäre in den Kohleregionen der neuen Bundesländer in wenigen Jahren ebenso möglich. Und zwar lange vor dem von der Großen Koalition in Berlin im Jahr 2038 geplanten Kohleausstieg. Wer die Chancen der Energiewende begreift, muss sich auch vor künftigen Wahlen nicht fürchten. Dazu braucht es freilich mutige, innovationsfreudige und zukunftsorientierte Politiker. Mit den ewig Gestrigen und ihren Parolen von vorgestern sind auch künftig keine Wahlen mehr zu gewinnen

 

Mörsdorf teilt Windenergie-Ertrag mit Nachbargemeinden und finanziert so Zukunft (in Bücher)

 

Klimawerkstatt Göttingen - ein Strohfeuer der Beteiligung?

Mit hohem Personal-, Organisations-, Finanzaufwand werden viele Einzelprojekte von Bürger-AGs unter Beteiligung von Fachleuten ausgearbeitet, die in einem offenen Wettbewerb als förderwürdig gewertet wurden. Allerdings konnte die Stadt die Arbeit nicht ähnlich intensiv in den Folgejahren fortführen. So erscheint der sukzessive Weg Viernheims nachhaltiger:

 

Bürgerkommune Viernheim - ein Prozess immer stärkerer Beteiligung

  1.  Phase: Vereine stärken und für Gemeinsames vernetzen
  2.  Neue Netze schaffen - Demenznetz um Neurologen
  3.  Bürgergutachten beziehen Bürger in Entscheidungen ein - Soll Waldschwimmbad saniert werden?
  4.  Woche der Bürgerkommune - Viele Foren diskutieren Beteiligungsformate und generieren Strukturen wie Steuerungsgruppe mit einem Verwaltungsmitarbeiter in Geschäftsstelle
  5.  Bürgerpanel - Bürger können online für Themen voten und Interesse an Mitarbeit bekunden
  6.  Klimaschutz als Beteiligungs-Aufgabe - Energiekarawane zieht zu Hausbesitzern und berät, …
  7.  Beteiligungs-Foren - in Plenum und AGs werden zwischen Bürgern und Fachleuten Klimaschutzprojekte erarbeitet und umgesetzt

 

‘Runder Tisch’ Stormarn - ein Landkreis lässt die Bürger ran

Erste Phase ca. 10 Jahre

    Start: Aufbruchstimmung bei ‘Zukunftswerkstatt’ mit Open-Space-Charakter

    Beteiligte können offene Angebot von Themen/Ideen/Projekten als AG anbieten,

andere beteiligen sich nach Interesse hier und da, anschließend Ergebnis-Austausch

Die Offenheit dieser Methode nach Harrison Owen gepaart mit kurzen, begrenzten

Zeitfenstern schafft erfahrungsgemäß gute Resultate und große Zufriedenheit.

Runder Tisch: Zukunftsfähiges Storarn bespricht - gut moderiert - auf

Landkreisebene mit vielen Beteiligten Projekte

Einzelne AGs betreiben selbst organisiert Teilprojekte zu Mobilität, Energie, ...

-> entscheidend für den Erfolg …

 

 • Möglichkeit der Selbstorganisation

 • Dauerhafte Unterstützung durch zentrale(n) ’Kümmerer’ bei der Verwaltung

 • guter, neutraler Moderator - gefördert durch Bund als Klimaschutzmanager nach Kommunalrichtlinie von 2013

 

Aber: Runder Tisch zu groß als Format mit Effizienz

Viele Belange sind eigentlich Gemeindeaufgabe

       Mitglieder kreisweiter AGs und des Runden Tisches überfordert:

werden disloziert dasselbe gefragt und überfordert

> Konsequenzen der Neustrukturierung:

 1 Kreisweit nur bei Bedarf Runder Tisch oder gemeinsame Planung

 2 Kreisweit Unterstützung für Projekte v.a.: Beratung von Gemeinden, Vernetzung von Förderungs-Unterstützung insbesondere EU (LEADER, ELER)

Einzelprojekt regional, oft gemeindlich begrenzt

 

Auseinandersetzung mit den Gesprächs-Formaten von Stormarn

Gesprächstechniken von WorldCafé und SWOT-Verfahren (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) von 10-30 Minuten Dauer zu OpenSpace von 1-2h pro Thema erscheinen als attraktiv für Anstöße und niederschwellige Beteiligung

Aber: Thematisch sollte mehr erreicht werden als symbolische, spielerische Detail-Lösungen, sondern wirkungsvolle vernetztere Optionen, die wirkliche Effizienz in Klimaschutz verbunden mit Mobilität/Energie/Landwirtschaft izeitigen. Die lassen sich nur in Formaten längerer Dauer und größerer Häufigkeit finden.

In Storman verwirklichte Projekte: Biotope mit Schülerbeteiligung, Klimaschutz in Kitas, Kunst im Kurpark, interkulturelle Gärten und Haus der Begegnungen, Handwerk in die Schulen, Car-Sharing und verbesserte Park&Ride-Versorgung, erste Energiegenossenschaften.

Aktuell nutzt Storman die Online-Partizipationsplattform ‘lernende region’ der ‘Energiebürger Schleswig Holstein’. Ergebnisse sind noch nicht dokumentiert.

-> Wie können die ‘kleineren’ Begegnungs-Formate als Initialzündungen und als Elemente umfassenderer Ideenfindung und Planung fungieren? Was können Online-Formate beitragen?

Strukturen zur Unterstützung von Partizipation und Klimaschutz in Bayern gering ausgeprägt

Schleswig-Holstein v.a. Energiebürger

 

 

Heidelberg - Bürgerkonferenz und Expertenkreis

Vorgeschichte Heidelberger Klimaschutz-Politik im Verbund mit Partizipation

    1990er Jahre EnergieTisch, Runder Tisch Solar, Energieberaternetzwerk als

Vernetzung von Experten, Verwaltung, Bürgern

    Strategien im Stadtentwicklungsplan STEP und Steuerung dem lokalen

Agenda-Büro

Strategie-Basis 2011: Masterplan 100% Klimaschutz der Bundesregierung

Handlungsfelder

Akteure

    Expertenkreis

    ‘Heidelberg-Kreis Klimaschutz+Energie’

    Sparkasse, Unternehmen, Energieexperten, NGOs

    Bürgerschaft

    in 3schrittigem Beteiligungsprozess ca. 150 Bürger

    Verwaltung

Vorgehen der Bürgerbeteiligung

  1.  Konferenz zur Vorstellung der Initiative und Sammlung von Projektideen
  2.  Werkstatt: in AGs werden 13 Projekte durchgeplant, etwa VeggieDay, Heidelberg ohne Plastik, …)
  3.  Konferenz zur Präsentation der AG-Projekte

Aber: Die Umsetzung geschah zunächst durch die Verwaltung, den Schwung der Bürger wieder einzufangen, war ein schwieriges Unternehmen

 

Hier sollte man wohl beständiger partizipativ arbeiten lassen und die Durchführung in Vernetzung mit Verwaltung von Vorneherein mitdenken.

Erfahrungen in der Einstellung von Bürgern

    Beteiligungswunsch sehr hoch

    Bereitschaft, im Alltag Klimaschutz zu betreiben ist in allen nicht-prekären

Schichten hoch

 

Partizipation als Genossenschaft im Weissacher Tal

Gemeinde Weissacher Tal (BW) will bürgernah Solar-Energie stark ausweiten

Raiffeisen-Bank und Solarverein begründen Solar-Bürgergenossenschaft auf Initiative der Verwaltung, des Bürgermeisters

    Keinen kommunalen Eigenbetrieb, der im Verbund mit Wärmenetz höhere

Rendite versprochen hätte

    Bürgerbeteiligung und demokratische Org.Form als prioritäre Ziele

 1 Schritt unter Schülerbeteiligung Solar-Flächen-Kataster

 2 Schritt Gründung der Genossenschaft mit Aufsichtsrat (Bgm, …) Vorstand (Solarverein, Raiffeisen, …) Anteile ab 250€ mit je 1 Stimme

 3 Einbezug der Nachbargemeinden -> Gemeindeverbund effizient!

 

 • Ausweitung auf andere alternative Energiegewinnung

 

 

Falkenau in Sachsen: Genossenschaft für Supermarkt

Menschen treffen sich, Ältere können vor Ort einkaufen

 

 

Bewerbung ‘Öko-Modellregion Fränkische Schweiz’

Gemeindezusammenschluss ILE in der Fränkischen Schweiz bewirbt sich in 2018/19 um die Förderung als Öko-Modellregion durch die Bayerische Staatsregierung.

Dazu fand 2017 ein offener Workshop zur Zielsetzung und Ideenfindung mit breiter Bürgerbeteiligung statt.

2018 bildeten sich eine Steuerungsgruppe, ein Verein, Fachkonferenzen und Arbeitsgruppen mit Experten, Institutionen, Bürgern, Verwaltungen zu den Themen:

 1 Planung und Aufbau eines ökologischen Getreidelagers, das von einer Gruppe Landwirten zur Lagerung von ökologischem Getreide genutzt werden kann.2)

 2 Auf- und Ausbau von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften, die regelmäßige Abnahmen von Lebensmitteln durch Privatpersonen garantieren.

 3 Erweiterung des Angebots von Bio in der Gemeinschaftsverpflegung, indem Landwirte mit den Großküchen vernetzt werden.

 4 Entwicklung eines zukunftsfährigen Nutzungskonzepts für Streuobstbereiche, um die gefährdeten Streuobstbestände zu sichern.

 5 Ausbau des Anbaus umweltverträglicher Energiepflanzen wie zum Beispiel der Silphie-Becherpflanze.

Themenaufführungen des Fränkischen Theatersommers, die verschiedene Fragestellungen behandeln.

Governance/Partizipation - Literatur

 

Sabine Baasch - Energiewende und Umsetzung in der Region - viele Veröffentlichungen

902ea70f724c65962ec62b706fb51c5c515dfe40bbebd32e50855fbe50062798b43e40e345614bbc336c8746001da406126fec82933b0ebc7f311e29fc4141c5

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 Ideen kommunaler Beteiligung - JuniorSeniorJURY

 

 

Idee kommunaler Beteiligung - der heimatRAT

 

Netzwerk / Links

Beteiligung entwickeln

 

Beteiligung ist Grundbedingung für eine nachhaltige Gesellschaft

 

> Gegen die Ersatz-Begegnung in den Filterblasen des Internet sollen vielfältige Begegnungsräume face-to-face geschaffen werden. Kommunikation basiert nicht auf Verrohung und Dichotomisierung, sondern Respekt, Verständnis, zur Erarbeitung gemeinsamer intelligenter Lösungen

 

Ideen für partizipative Strukturen

Gremien, die Entwicklungen (Mobilität/Energie/Dorfentwicklung, …) vorbereiten

‘Citizen’s Jury’/’Aleatorische Demokratie’ - Losverfahren

Beispiel Texas entscheidet über erneuerbare Energie - geloste Jury war eher dafür, Gesellschaft konnte mitgenommen werden (siehe van Reybrouck)

Gremien Jugendlicher, die Entwicklungen vorbereiten, Vorschläge erarbeiten, mit professionellen Gremien kooperieren ‘Youth Citizen’s Jury’

Gemischtes Gremium Junior-Senior-Jury junger Leute mit Großeltern

EnergieAKADEMIE oder heimatAKADEMIE wie auf Samsö: gemeinsam Zukunft gestalten

Exemplarische Begegnungen wie auf RoadMap, die Menschen verschiedener Interessen und Haltungen in echten Austausch bringen, inverse Rollenübernahmen, Verständnis schaffen, gemeinsame Lösungsansätze entwickeln

Online-Ideen-Börsen zu Themen, transparente Projektentwicklung - gemeinsam Nahraum gestalten

Online-Offerten zur aktiven Gestaltung und Pflege des öffentlichen Raumes - Begegnung im gemeinsamen Tun erleben und pflegen, gemeinsames Gärtnern, ...

Einbezug von Senioren in das Leben - Ausbau von Mobilität, Begegnung, Bedeutung, in Kooperation mit KiTa usw.

Vernetzung und Intensivierung von Flüchtlingsinitiativen, Vernetzung von Geflüchteten mit Wirtschaft, Gesellschaft, Begegnung

Beteiligung an Investitionen zur Energiegewinnung durch vereinfachte Kredite, Genossenschaftsmodelle

Überregionale - transregionale Forschungsbeteiligung

V.a. ‘Citizen Science Plattform’ unterstützt vom Bundesministerium Bildung und Forschung

Themen z.B.: ‘Gutes Leben’ in der Region erforschen/Insekten und Biodiversität kartieren/Mikroplastik in Gewässern/Agrikultur in der Stadt/Landschaft im Wandel-Biodiversität vergleichen historische und aktuelle Fotos

Synergetische Unterstützung bestehender Foren wie Politischer Runde im Mehr-Generationen-Haus Haßfurt, AK Asyl, LEADER Aktionsgruppe Haßberg, Energieeffizienz-Netzwerk vom BAFA gefördert - SW-ÜZ

MietshausSyndikate, die kein Geld mit Wohnraum verdienen wollen, sondern nur weitergeben

BeteiligungsForen attraktiv gestalten

    Schirmdach, Herzenshaus, origineller Ort, Getränke, Singen, Stimmbildung,

Tanz, Meditation, Compassion

 

Beispielstrukturen

Wolfshagener ‘Energieoffensive’

mit 2 Mitarbeitern, die Akteure vernetzt, Projekte betreut, Private berät

WandelBar-Format für Vortrag und anschließenden Austausch

Experten-Bürger lockt v.a. Vor-Informierte und vertieft Wissen

Bürgermeister Elengo, Indien - Partizipation, bei der  Konzepte mit allen

besprochen, von allen umsetzen werden

Governance-Strukturen der Region Wattenmeer ‘Wat nu’

 

Vorbild Hunsrück-Kreis von Franz Alt, Eco 3.9.2019

Heute werden im Hunsrück weit mehr erneuerbare Energien produziert als dort gebraucht werden. Die gesamte Region profitiert vom Export erneuerbarer Energie in die Nachbarregionen. Davon konnten die Hunsrück-Kommunen Kapitalrücklagen von 86 Millionen Euro bilden und in dörfliche Infrastrukturen investieren. Es kommen dort - trotz der vielen Windräder - mehr Touristen als früher, die Wirtschaft wächst und es besteht Vollbeschäftigung.

 

Qualifizierte Arbeitskräfte haben hier beste Chancen auf einen Job. Junge Familien kehren wieder in die Hunsrückdörfer zurück und finden Kitas für ihre Kinder. Von wegen Wertverlust der Grundstücke durch die vielen Windräder! Das Gegenteil ist der Fall. Die Grundstückspreise sind gestiegen. Die Kommunen haben hohe Gewerbesteuer-Einnahmen.

 

Der frühere Landrat Fleck (CDU) sagt heute: "Dieses ökologische Wirtschaftswunder haben wir dem Umstieg auf Sonne, Wind und Biogas zu verdanken. Viele Hunsrücker fahren bereits elektrisch mit selbst erzeugtem Strom".

 

Dies alles wäre in den Kohleregionen der neuen Bundesländer in wenigen Jahren ebenso möglich. Und zwar lange vor dem von der Großen Koalition in Berlin im Jahr 2038 geplanten Kohleausstieg. Wer die Chancen der Energiewende begreift, muss sich auch vor künftigen Wahlen nicht fürchten. Dazu braucht es freilich mutige, innovationsfreudige und zukunftsorientierte Politiker. Mit den ewig Gestrigen und ihren Parolen von vorgestern sind auch künftig keine Wahlen mehr zu gewinnen

 

Mörsdorf teilt Windenergie-Ertrag mit Nachbargemeinden und finanziert so Zukunft (in Bücher)

 

Klimawerkstatt Göttingen - ein Strohfeuer der Beteiligung?

Mit hohem Personal-, Organisations-, Finanzaufwand werden viele Einzelprojekte von Bürger-AGs unter Beteiligung von Fachleuten ausgearbeitet, die in einem offenen Wettbewerb als förderwürdig gewertet wurden. Allerdings konnte die Stadt die Arbeit nicht ähnlich intensiv in den Folgejahren fortführen. So erscheint der sukzessive Weg Viernheims nachhaltiger:

 

Bürgerkommune Viernheim - ein Prozess immer stärkerer Beteiligung

  1.  Phase: Vereine stärken und für Gemeinsames vernetzen
  2.  Neue Netze schaffen - Demenznetz um Neurologen
  3.  Bürgergutachten beziehen Bürger in Entscheidungen ein - Soll Waldschwimmbad saniert werden?
  4.  Woche der Bürgerkommune - Viele Foren diskutieren Beteiligungsformate und generieren Strukturen wie Steuerungsgruppe mit einem Verwaltungsmitarbeiter in Geschäftsstelle
  5.  Bürgerpanel - Bürger können online für Themen voten und Interesse an Mitarbeit bekunden
  6.  Klimaschutz als Beteiligungs-Aufgabe - Energiekarawane zieht zu Hausbesitzern und berät, …
  7.  Beteiligungs-Foren - in Plenum und AGs werden zwischen Bürgern und Fachleuten Klimaschutzprojekte erarbeitet und umgesetzt

 

‘Runder Tisch’ Stormarn - ein Landkreis lässt die Bürger ran

Erste Phase ca. 10 Jahre

    Start: Aufbruchstimmung bei ‘Zukunftswerkstatt’ mit Open-Space-Charakter

    Beteiligte können offene Angebot von Themen/Ideen/Projekten als AG anbieten,

andere beteiligen sich nach Interesse hier und da, anschließend Ergebnis-Austausch

Die Offenheit dieser Methode nach Harrison Owen gepaart mit kurzen, begrenzten

Zeitfenstern schafft erfahrungsgemäß gute Resultate und große Zufriedenheit.

Runder Tisch: Zukunftsfähiges Storarn bespricht - gut moderiert - auf

Landkreisebene mit vielen Beteiligten Projekte

Einzelne AGs betreiben selbst organisiert Teilprojekte zu Mobilität, Energie, ...

-> entscheidend für den Erfolg …

 

 • Möglichkeit der Selbstorganisation

 • Dauerhafte Unterstützung durch zentrale(n) ’Kümmerer’ bei der Verwaltung

 • guter, neutraler Moderator - gefördert durch Bund als Klimaschutzmanager nach Kommunalrichtlinie von 2013

 

Aber: Runder Tisch zu groß als Format mit Effizienz

Viele Belange sind eigentlich Gemeindeaufgabe

       Mitglieder kreisweiter AGs und des Runden Tisches überfordert:

werden disloziert dasselbe gefragt und überfordert

> Konsequenzen der Neustrukturierung:

 1 Kreisweit nur bei Bedarf Runder Tisch oder gemeinsame Planung

 2 Kreisweit Unterstützung für Projekte v.a.: Beratung von Gemeinden, Vernetzung von Förderungs-Unterstützung insbesondere EU (LEADER, ELER)

Einzelprojekt regional, oft gemeindlich begrenzt

 

Auseinandersetzung mit den Gesprächs-Formaten von Stormarn

Gesprächstechniken von WorldCafé und SWOT-Verfahren (Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken) von 10-30 Minuten Dauer zu OpenSpace von 1-2h pro Thema erscheinen als attraktiv für Anstöße und niederschwellige Beteiligung

Aber: Thematisch sollte mehr erreicht werden als symbolische, spielerische Detail-Lösungen, sondern wirkungsvolle vernetztere Optionen, die wirkliche Effizienz in Klimaschutz verbunden mit Mobilität/Energie/Landwirtschaft izeitigen. Die lassen sich nur in Formaten längerer Dauer und größerer Häufigkeit finden.

In Storman verwirklichte Projekte: Biotope mit Schülerbeteiligung, Klimaschutz in Kitas, Kunst im Kurpark, interkulturelle Gärten und Haus der Begegnungen, Handwerk in die Schulen, Car-Sharing und verbesserte Park&Ride-Versorgung, erste Energiegenossenschaften.

Aktuell nutzt Storman die Online-Partizipationsplattform ‘lernende region’ der ‘Energiebürger Schleswig Holstein’. Ergebnisse sind noch nicht dokumentiert.

-> Wie können die ‘kleineren’ Begegnungs-Formate als Initialzündungen und als Elemente umfassenderer Ideenfindung und Planung fungieren? Was können Online-Formate beitragen?

Strukturen zur Unterstützung von Partizipation und Klimaschutz in Bayern gering ausgeprägt

Schleswig-Holstein v.a. Energiebürger

 

 

Heidelberg - Bürgerkonferenz und Expertenkreis

Vorgeschichte Heidelberger Klimaschutz-Politik im Verbund mit Partizipation

    1990er Jahre EnergieTisch, Runder Tisch Solar, Energieberaternetzwerk als

Vernetzung von Experten, Verwaltung, Bürgern

    Strategien im Stadtentwicklungsplan STEP und Steuerung dem lokalen

Agenda-Büro

Strategie-Basis 2011: Masterplan 100% Klimaschutz der Bundesregierung

Handlungsfelder

Akteure

    Expertenkreis

    ‘Heidelberg-Kreis Klimaschutz+Energie’

    Sparkasse, Unternehmen, Energieexperten, NGOs

    Bürgerschaft

    in 3schrittigem Beteiligungsprozess ca. 150 Bürger

    Verwaltung

Vorgehen der Bürgerbeteiligung

  1.  Konferenz zur Vorstellung der Initiative und Sammlung von Projektideen
  2.  Werkstatt: in AGs werden 13 Projekte durchgeplant, etwa VeggieDay, Heidelberg ohne Plastik, …)
  3.  Konferenz zur Präsentation der AG-Projekte

Aber: Die Umsetzung geschah zunächst durch die Verwaltung, den Schwung der Bürger wieder einzufangen, war ein schwieriges Unternehmen

 

Hier sollte man wohl beständiger partizipativ arbeiten lassen und die Durchführung in Vernetzung mit Verwaltung von Vorneherein mitdenken.

Erfahrungen in der Einstellung von Bürgern

    Beteiligungswunsch sehr hoch

    Bereitschaft, im Alltag Klimaschutz zu betreiben ist in allen nicht-prekären

Schichten hoch

 

Partizipation als Genossenschaft im Weissacher Tal

Gemeinde Weissacher Tal (BW) will bürgernah Solar-Energie stark ausweiten

Raiffeisen-Bank und Solarverein begründen Solar-Bürgergenossenschaft auf Initiative der Verwaltung, des Bürgermeisters

    Keinen kommunalen Eigenbetrieb, der im Verbund mit Wärmenetz höhere

Rendite versprochen hätte

    Bürgerbeteiligung und demokratische Org.Form als prioritäre Ziele

 1 Schritt unter Schülerbeteiligung Solar-Flächen-Kataster

 2 Schritt Gründung der Genossenschaft mit Aufsichtsrat (Bgm, …) Vorstand (Solarverein, Raiffeisen, …) Anteile ab 250€ mit je 1 Stimme

 3 Einbezug der Nachbargemeinden -> Gemeindeverbund effizient!

 

 • Ausweitung auf andere alternative Energiegewinnung

 

 

Falkenau in Sachsen: Genossenschaft für Supermarkt

Menschen treffen sich, Ältere können vor Ort einkaufen

 

 

Bewerbung ‘Öko-Modellregion Fränkische Schweiz’

Gemeindezusammenschluss ILE in der Fränkischen Schweiz bewirbt sich in 2018/19 um die Förderung als Öko-Modellregion durch die Bayerische Staatsregierung.

Dazu fand 2017 ein offener Workshop zur Zielsetzung und Ideenfindung mit breiter Bürgerbeteiligung statt.

2018 bildeten sich eine Steuerungsgruppe, ein Verein, Fachkonferenzen und Arbeitsgruppen mit Experten, Institutionen, Bürgern, Verwaltungen zu den Themen:

 1 Planung und Aufbau eines ökologischen Getreidelagers, das von einer Gruppe Landwirten zur Lagerung von ökologischem Getreide genutzt werden kann.2)

 2 Auf- und Ausbau von Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften, die regelmäßige Abnahmen von Lebensmitteln durch Privatpersonen garantieren.

 3 Erweiterung des Angebots von Bio in der Gemeinschaftsverpflegung, indem Landwirte mit den Großküchen vernetzt werden.

 4 Entwicklung eines zukunftsfährigen Nutzungskonzepts für Streuobstbereiche, um die gefährdeten Streuobstbestände zu sichern.

 5 Ausbau des Anbaus umweltverträglicher Energiepflanzen wie zum Beispiel der Silphie-Becherpflanze.

Themenaufführungen des Fränkischen Theatersommers, die verschiedene Fragestellungen behandeln.

Governance/Partizipation - Literatur

 

Sabine Baasch - Energiewende und Umsetzung in der Region - viele Veröffentlichungen

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 Ideen kommunaler Beteiligung - JuniorSeniorJURY

 

 

Idee kommunaler Beteiligung - der heimatRAT